Selbsthilfe

Erfolgreicher Auftakt zu “Bin ich anders, weil…?”

„Nachdem ich mich wieder einmal ins Delirium getrunken hatte, bekam ich plötzlich Halluzinationen. Würmer krochen aus meinem Körper. Riesige Insekten krabbelten an mir herum. Als ich letztendlich panisch ins Krankenhaus rannte, hatte ich das Gefühl verfolgt zu werden. Allerdings nicht von Menschen, sondern von Bäumen.“ So offen und mutig schilderten am vergangenen Donnerstag, dem 6. November Betroffene ihre Erfahrungen. Diese Courage wurde von den Anwesenden mit viel Applaus gewürdigt. Jeder konnte zu Wort kommen und sich über das Thema äußern, das an diesem Tag in Weißwasser im Mittelpunkt stand: Die Alkoholsucht. „Mit 14 lag ich das erste Mal auf der Intensivstation. Diagnose: Alkoholvergiftung. Als meine Eltern mich abholten schimpfte meine Mutter unentwegt, aber mein Vater meinte nur: »Lass den Jungen doch auch mal was trinken!«. Das war dann für mich so etwas wie eine Einladung.“

Informativ und kurzweilig führte Carol Blatt vom Sozialteam Haus am Hain die zahlreichen Gäste durch den Abend. Zusammen mit dem Sozialen Netzwerk Lausitz und dem Stadtverein Weißwasser organisierte sie die Veranstaltung „Bin ich anders, weil ich alkoholabhängig bin?“. Schirmherr Matthias Reuter, Sozialplaner im Landkreis Görlitz, lobte das Engagement in der Stadt und sprach von Weißwasser als eines der Vorbilder für den gesamten Landkreis. Davon motiviert, wurde zum Abschluss auch schon der nächste Teil der neuen Veranstaltungsreihe angekündigt. Anfang 2015 wird es dann heißen: „Bin ich anders, weil ich drogenabhängig bin?“ Insbesondere die Crystal-Problematik wird hier in den Fokus gesetzt.

 

 

Carol Blatt vom Sozialteam Weißwasser führte fachlich durch die DiskussionBei "Bin ich anders, weil..." kommen Betroffene zu Wort.

Ein Schirm für den Schirmherren Matthias Reuter, Sozialplaner im Landkreis Görlitz

Etwa 60 Betroffene, Angehörige, Interessierte und Fachexperten waren bei der 1. Veranstaltung "Bin ich anders, weil..." dabei.

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130 Besucher beim Anti-Depressionstag

„Ein Mann kommt zum Arzt. Sagt, er habe Depressionen. Das Leben sei hart und grausam. Sagt, er fühle sich allein in einer bedrohlichen Welt, deren Zukunft vage und unsicher sei. Der Arzt sagt: Kein Problem. Der große Clown Pagliacci gastiert in der Stadt. Sehen sie ihn sich an. Das heitert auf. Der Mann bricht in Tränen aus, und sagt: Herr Doktor… ich bin Pagliacci.“

Passend zu dieser kleinen Anekdote, drehte sich am 16. Oktober  in Weißwasser alles um das Thema Depressionen. Unter der Schirmherrschaft von Frau Dipl.-med. Kornelia Seidel, lud das Soziale Netzwerk Lausitz alle Interessierten in den Vereinspavillon auf dem Sorauer Platz ein. Und die Gäste erschienen zahlreich.  In dem ausgefüllten Saal folgten die Anwesenden auf einer großen Leinwand den Worten von Morton Mies, der personifizierten Depression in Form einer Handpuppe. Anschließend schilderte ein Betroffener selbst den Weg in, aber auch aus der Krankheit. Der Expertenvortrag  sowie die darauf folgende Diskussionsrunde mit dem Dipl.-Psychologen Thomas Kroll klärte auf, informierte und machte deutlich, dass Depression jeden treffen kann, aber sie ist behandelbar. Depressionen können scheitern.

Das perfekte Ende für diesen Abend war gefunden, als eine Besucherin im Publikum den Mut fasste, aufstand und den Anwesenden beteuerte: „Ich konnte diese Krankheit überwinden und sie alle schaffen das auch. Seien sie stark. Geben sie nicht auf. Und das Wichtigste, seien Sie gut zu sich selbst!“ Rührende Abschlussworte für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Schirmherrin Kornelia Seidel (2.v.r.) und das Soziale Netzwerk LausitzIMG_0523 bearbeitetIMG_0488 bearbeitet 2

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Depression kann jeden treffen

Eine Depression ist weder ein persönliches Versagen noch ein unabwendbares Schicksal, sondern eine Erkrankung, die sich in aller Regel gut behandeln lässt.
„Wir klären auf und zeigen Wege aus der Depression!“
Unter der Schirmherrschaft von Frau Dipl.-Med. Kornelia Seidel zeigen wir am Donnerstag, den 16.Oktober 2014 ab 16 Uhr im Vereinspavillon Weißwasser Sorauer Platz 2, wie die Depression siegt und wie sie scheitert.
Dipl.-Psychologe Thomas Kroll weiß um den Kampf mit dieser Krankheit und möchte sein Wissen  an Sie vermitteln. Zusätzlich stellen sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ Hilfsangebote des gesamten Landkreises Görlitz vor. Auch Sie können hier Ihre Unterstützung anbieten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Um Voranmeldung unter der 03576/ 218270 wird gebeten.

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Mobile psychologische Beratung in Weißwasser

In schwierigen Lebenssituationen und bei psychischen Problemen sind kurzfristige Entlastungsgespräche für individuelle Lösungsstrategien eine Grundvoraussetzung. Psychologische Praxen und Beratungsstellen haben oftmals lange Wartezeiten und volle Patientenkarteien.

Thomas Kroll ist Diplom-Psychologe und für den Psychologischen Beratungsdienst (Sozialpsychiatrischer Dienst) des Gesundheitsamtes im Landkreis Görlitz unterwegs. Im Rahmen des Gemeindepsychiatrischen Zentrums unter Trägerschaft des Sozialen Netzwerk Lausitz werden auch kurzfristige Gesprächstermine in Weißwasser angeboten. Jeden Montag ist der Psychologe in der Teichstraße 18 in Weißwasser anzutreffen und berät hier Menschen mit seelischen und psychischen Erkrankungen von 8 bis 15 Uhr (nach Bedarf bis 18 Uhr). Weiterhin steht jeden 1. Mittwoch im Monat von 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr Regina Lawitzky vom Sozialpsychiatrischen Dienst für sozialarbeiterische Beratung in der Selbsthilfekontaktstelle KISS, Glückaufstraße 11 A in Weißwasser zur Verfügung. Terminvergaben und die Vereinbarung individueller Hausbesuche sind unter Tel. 0 35 81 – 663 87 16 möglich. Die Beratung ist selbstverständlich vertraulich und kostenfrei.

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“Treff am Park” in Bad Muskau eingeweiht

“Treff am Park” heißt das neue Domizil des Sozialen Netzwerk Lausitz in den Räumen des Pflegedienstes Kunze am Markt 19. Die Muskauer waren dazu aufgerufen, sich an der Namensfindung zu beteiligen. Georg Häusler hatte unter 25 Vorschlägen den besten gemacht und wurde mit einem Preis dafür geehrt. Weiterlesen…

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Treff der neuen Selbsthilfegruppe “Depression”

Treff neuer Selbsthilfegruppe “Depression”

Die neue Selbsthilfegruppe “Depression” trifft sich am 12.06.2013 um 16:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Selbsthilfekontaktstellen KISS Weißwasser in der Glückaufstraße 11a. Weiterlesen…

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