Der Prozess Engagierte Stadt

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Weißwasser hat es geschafft. Die Stadt zählt zu den 50 ausgewählten Orten in Deutschland, in denen das bürgerschaftliche Engagement in den kommenden drei Jahren eine ganz besondere Rolle spielen wird. Das hat die Jury des bundesweiten Netzwerkprogramms „Engagierte Stadt“ entschieden. Die Teilnahme an dem Programm ist mit jeweils bis zu 50.000 Euro dotiert. Die Besonderheit: Erstmals fließen solche Fördermittel nicht in einzelne Leuchtturmprojekte. Gefördert wird ausschließlich der Aufbau von Kooperationen und Netzwerken vor Ort.

Die Idee

Die Vision

Das Konzept, das die Jury überzeugte, sieht vor für Weißwasser eine ganzheitliche Engagementstrategie zu entwickeln, die über isolierte Projekt- und Vereinsförderungen hinausgeht und nachhaltig wirkt. Vision ist eine Anlauf- und Vernetzungsstelle für gesellschaftlich gestaltete Engagements, die Angebote und Zielgruppen aller Träger zusammenfasst und koordiniert, vermittelt, begleitet und qualifiziert.

Eine regionale Strategie  zur Förderung, Bündelung, Vernetzung und Anerkennung bürgerschaftlichen und unternehmerischen Engagements kann ein Baustein dafür sein, der negativen Entwicklungstendenz entgegen zu wirken. Sowohl die Begleitung des Generationswechsels in sozialen Strukturen und die gemeinsame Entwicklung/Erprobung neuer Ansätze zur Gewährleistung einer personellen und finanziellen Nachhaltigkeit, als auch die Attraktivitätssteigerung der Stadt als lebenswerte Region für Rückkehrer sowie Neu-Einwohnern und die klare Positionierung als „soziale Stadt“ auf Ebenen der Daseinsvorsoge und des Gemeinwesens kommen dem künftigen regionalen Demografieverlauf zu Gute. Infolge der effektiv vernetzten, transparenten und stetig wachsenden Engagementlandschaft wird der Grundgedanke der Hilfe zur Selbsthilfe für Individuen, Organisationen und Interessenvereinigungen verstetigt und zwar nicht nur projekt- und trägerbezogen, sondern ganzheitlich für und mit der Region.

Es geht darum, dauerhafte Strukturen zu entwickeln, an denen die Kommunen, die gemeinnützigen Organisationen und die Wirtschaft gemeinsam beteiligt sind.


Das Konsortium

Regelmäßig trifft sich das Konsortium Engagierte Stadt Weißwasser und berät über Leitfragen, Problemstellungen und Zielsetzungen.
Zum Konsortium gehören:

  • Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Weißwasser O.L. sowie Schirmherr des mehrjährigen Prozesses „Engagierte Stadt Weißwasser“
  • Frank Schwarzkopf, Vorsitzender des Stadtvereins Weißwasser
  • Matthias Reuter, Sozialplaner Landkreis Görlitz
  • Timo Schutza, Vertreter der regionalen Jugend- und Kulturarbeit
  • Jörg Lübben, Vertreter regionaler Fördervereine
  • Daniel Kästel, Unternehmer und engagierte Einzelperson

 

Die Handlungsfelder

Die Entwicklungswerkstatt Weißwasser

Ergebnisbericht
Mit Vertretern sozialer Organisationen, regionaler Unternehmen und mit engagierten BürgerInnen fand am 08. September 2016 die erste Entwicklungswerkstatt in Weißwasser statt.

Die Ergebnisse können Sie hier einsehen:

Engagierte-Stadt-Weißwasser / Ergebnisbericht-Entwicklungswerkstatt


Sie möchten sich selbst einbringen und uns Ihre Meinung mitteilen?
Dann beantworten Sie einfach die folgenden Fragebögen:

Für soziale Organisationen und Vereine (Bitte anklicken)

Für Bürgerinnen und Bürger (Bitte anklicken)


Die bisherigen Ergebnisse der Umfrage können Sie hier einsehen:

Ergebnis Umfrage - Soziale Organisationen und Vereine/Stand September 2016

Ergebnis Umfrage - Bürgerinnen und Bürger/Stand September 2016


 Felder, Ziele und Themen

  • Stärkung der Zusammenarbeit der Einrichtungen, die unterschiedliche Engagements fördern
  • Schaffung und Pflege einer Infrastruktur für Engagements
  • Sensibilisierung von regionalen Unternehmen als Partner und Förderer von Engagements
  • Förderung der Bürgerbeteiligung an Entscheidungsprozessen
  • Aushandlung einer regionalen Engagementstrategie
  • Stärkung der Engagements durch Vermittlung, Begleitung und Qualifikation
  • Schaffung einer Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die sich engagieren wollen

 

Der Förderprozess

Das Programm „Engagierte Stadt“ unterstützt seit 2015 den Aufbau bleibender Engagementlandschaften. Fünf große Stiftungen (die Bertelsmann Stiftung, die Herbert Quandt Stiftung, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung), ein Unternehmen (die BMW Foundation Herbert Quandt) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  fördern die erste Programmphase bundesweit mit über drei Millionen Euro.

Um die begonnen Arbeit zu verstetigen und die Nachhaltigkeit der Netzwerke zu sichern, wird es von 2018 bis 2019 eine zweite Programmphase geben.

Als Förderer kooperieren die öffentliche Hand (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und als Partner der zweiten Phase sechs Stiftungen (Bertelsmann Stiftung, Bethe-Stiftung, Breuninger-Stiftung, Joachim Herz Stiftung, Körber-Stiftung, Robert Bosch Stiftung). Die Partner legen dafür nicht nur Geld in einen Topf, sondern stellen auch Erfahrungen und Kompetenzen zur Verfügung.

Alle Unterstützer im Überblick:

 

 

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