Monats-Archiv: November 2015

„Bin ich anders, weil ich krebskrank bin?“ sorgte für rege Diskussionen

„Bin ich anders, weil ich krebskrank bin?“ hieß es am Donnerstag in Weißwasser. Zu dieser Veranstaltung luden das Sozialteam Haus am Hain, der Stadtverein Weißwasser und das Soziale Netzwerk Lausitz alle Interessierten herzlich ein. Frau Fanny Blatt vom Sozialen Netzwerk Lausitz, Frau Angela Richter von der Tumorberatung und Herr Matthias Reuter, seines Zeichens Sozialplaner des Landkreis Görlitz, eröffneten den Themennachmittag, der noch hitzige Diskussionen mit sich bringen würde.

Doch bevor sich das Publikum zu Wort meldete, hielt Oberarzt Dr. Erwin Lehmann einen sehr fachkundigen Vortrag zum Thema Krebs und Palliativmedizin. Unterstützung bekam er dabei von 2 Betroffenen, die aus ihrer persönlichen Sicht den Umgang mit der Krankheit schilderten und dabei gleichzeitig allen Anwesenden Mut machten. Sie verneinten die Frage „Bin ich anders, weil ich krebskrank bin?“ und erzählten auch von schönen Seiten. So wurden in Selbsthilfegruppen neue Freundschaften geschlossen, gemeinsame Ausflüge unternommen und einfach neue Lebenslust geweckt.

Eine Dame aus dem Publikum widersprach aber der positiven Haltung und machte deutlich: Krebs ist eine schreckliche Krankheit, die mit Schmerz und Verlust in enger Verbindung steht. Doch nicht nur das: Fehleinschätzungen von Ärzten, profitorientierte Vorgehensweisen der Krankenkassen und sogar der Verlust des Arbeitsplatzes mussten Betroffene bereits erfahren.

Dr. Lehmann kennt diese Probleme. Er stimmte den Betroffenen dabei zu, sich beispielsweise mehrere Meinungen von Ärzten einzuholen. Außerdem empfahl der Oberarzt den Anwesenden die Hilfe der Tumorberatung des Landkreises Görlitz. Und auch die Selbsthilfegruppen bieten tolle Unterstützungsmöglichkeiten.

Letztlich ist es aber jedem selbst überlassen, wie er der Krankheit begegnet. Jedoch sollte man nicht seiner eigenen Stärke und der eigenen Hoffnung abschwören. Jeder Tag ist kostbar. Und so legte auch Dr. Lehmann zum Schluss der Veranstaltung allen Gästen ans Herz: „Geben Sie der Zeit mehr Leben und nicht dem Leben mehr Zeit.“

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Veranstaltungshinweis: „Bin ich anders, weil ich krebskrank bin?“

Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 450.000 Menschen an Krebs. Jüngste Prognosen rechnen gar mit einem Anstieg der Erkrankungen. Mehr als ein Drittel der Betroffenen versterben. Die Diagnose Krebs schockiert, wird sie doch häufig mit Hoffnungslosigkeit und Unheilbarkeit in Verbindung gebracht. Doch der Krebs kann besiegt werden. Allein die richtige Aufklärung kann der Angst den Schrecken nehmen. Daher lädt das Sozialteam Haus am Hain, der Stadtverein Weißwasser und das Soziale Netzwerk Lausitz alle Interessierten herzlich zur Veranstaltung „Bin ich anders, weil ich krebskrank bin?“ ein.
Am Donnerstag, den 26.11.2015 begrüßen wir Sie von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Vereinspavillon Sorauer Platz 2 in Weißwasser. Nicht nur Personen vom Fach, sondern auch Betroffene selbst kommen hier zu Wort. Außerdem wird dank der Unterstützung der Deutschen Krebshilfe eine Vielzahl an Informationsmaterialien für alle Gäste zur Verfügung gestellt. Anmeldungen nehmen wir gern unter der 03576 / 218270 entgegen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Krebs

Drogenkriminalität im Fokus des 5ten Suchtnetzwerktreffen

Die Thematik der Drogenkriminalität ist akut und aktuell. Insbesondere die kontinuierlich ansteigende Verbreitung der Szenedroge Crystal Meth führt regional zu einer Anhäufung von Straffällen. Aus diesem Grund lud am 11.11.2015 das Soziale Netzwerk Lausitz zum fünften Suchtnetzwerktreffen ein, das sich mit der Problematik der Drogenkriminalität auseinandersetzte.

 
20 Teilnehmer aus verschiedenen Einrichtungen der Suchthilfe kamen und diskutierten über Probleme, Ansichten und mögliche Verbesserungen der Kriminalitätsbekämpfung und -prävention. Frau Kathleen Kirchhoff, ihres Zeichens Mitarbeiterin der Polizeidirektion Görlitz, klärte über die derzeitige Situation auf und legte die Erfahrungen der Mitarbeiter der Polizeiprävention bei ihrer Arbeit in Schulen und anderweitigen Einrichtungen dar.

 
Eine effektivere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen der Polizei und den Einrichtungen der Suchthilfe soll künftig ein gut vernetztes Hilfsnetzwerk schaffen, so das Ergebnis der Veranstaltung. Alle Anwesenden waren sich zudem einig: Nachhaltige Fortschritte bei der Bekämpfung der regionalen Drogenkriminalität können dank verstärkter Kooperationen gut gelingen.

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Videobeitrag “Stark durch Selbsthilfe”

Das Soziale Netzwerk Lausitz hat eigens für die Verleihung des regionalen Selbsthilfepreises einen kleinen Videobeitrag verfasst, den wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten möchten.

Mit einem Klick auf das unten stehende Bild gelangen Sie direkt zum Video.
Und auch unter unserer neuen Kategorie “Unsere Erfolge” können Sie den kurzen Film entdecken.

Stark durch Selbsthilfe