Monats-Archiv: Juli 2015

Das 4. Suchtnetzwerktreffen beschäftigte sich mit „Drogen in der Schwangerschaft“

Viele Frauen und Mädchen, die gewollt oder auch ungewollt schwanger werden und Drogen konsumieren sind mit der Situation oftmals überfordert. Sie sind sich der Gefahren nicht bewusst oder wollen sich dieser nicht bewusst werden. Vielen Betroffenen fällt es schwer überhaupt über Ihre Probleme offen zu reden. Und gerade deshalb ist es sehr mühsam für die Helfer an die abhängigen Frauen heran treten zu können. Beim 4. Suchtnetzwerktreffen in Weißwasser diskutierten über 20 Teilnehmer aus den verschiedensten sozialen Einrichtungen darüber, wie Betroffene erreicht werden können, wie ihnen geholfen werden kann.

Frau Daniela Putzler von der Suchtberatungsstelle Weißwasser moderierte das äußerst komplexe Thema an. Im Anschluss hielt Frau Dr. med. Ulrike Wetzel, ihres Zeichens Oberärztin des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus, einen sehr informativen Vortrag über „Drogen in der Schwangerschaft“. Danach schilderte die Familienhebamme Anett Neumann ihre Erfahrungen mit drogenabhängigen Müttern. Sie ging dabei auch ausführlich auf die derzeitigen Probleme ein. Neben der fehlenden Bereitschaft der Betroffenen Hilfe zu suchen und anzunehmen, sind es gerade auch politische Umstände, die die Situation erschweren. Immer weniger Hebammen erhalten eine Anstellung, die Arbeit wird auf die wenigen übrigen verteilt. Sollte die medizinische Infrastruktur der Region nicht endlich ausgebaut werden, nehmen die Probleme weiter zu. Denn ohne Helfer kann es auch keine Hilfe geben.

Der Behindertennetzwerktag zum Thema „Persönliches Budget“

Das Interesse und die Anteilnahme zum 4. Behindertennetzwerktag im Planungsraum Weißwasser war groß. 15 Vertreter der regionalen Sozial- und Behindertenarbeit versammelten sich in den Werkstätten der Lebenshilfe in Weißwasser.
Es wurden Möglichkeiten abgewägt, die Menschen mit Behinderung ein eigenverantwortlicheres Leben ermöglichen. Die diesbezüglich einzige Option für Menschen mit Behinderung: Das Persönliche Budget.
Aber was ist das Persönliche Budget? Wie beantrage ich das Persönliche Budget? Und wer kann mich über das Persönliche Budget informieren?
Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass diese Fragen beantwortet werden müssen, sowohl innerhalb professioneller Einrichtungen als auch direkt im engen Kontakt mit hilfesuchenden Menschen mit Behinderung. Angedacht ist daher ein gebündeltes Netzwerk, welches über das Persönliche Budget koordiniert aufklären möchte.
Das 5. Behindertennetzwerktreffen wird dann alle bisherigen Bemühungen zusammenfassen, auswerten und weiterführen.
Abschließend sei an jener Stelle nochmals Frau Bettina Gacek gedankt, die extra aus Dresden anreiste, um allen Anwesenden einen sehr kompetenten Einblick in das Persönliche Budget zu geben.

???????????????????????????????